Die Haarmode der 50er unterschied sich deutlich von den eher “praktischen” Frisuren der Nachkriegsjahre - zumindest was die Damenwelt anbelangt. Die Haar wurde aufwändig toupiert oder nicht weniger aufwändig gewellt oder gelockt und zu einer Steckfrisur aufgebaut. Egal ob rassiger Marilyn Monroe Look oder ein verführerisch-unschuldiges Styling à la Audrey Hepburn, die Frisuren wurden, ebenso wie auch die Mode, eindeutig weiblicher. Glatte Haare, zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden. mit oder ohne den klassischen Kurzpony, der 50er Jahre, wie er damals besonders in Rock ‘n’ Roll Kreisen Verbreitung fand.
Männer hingegen, trugen meist immer noch Scheitel. Meistens handelte es sich dabei um einen Linksscheitel, seltener um einen Mittelscheitel und Rechtsscheitel wurden damals wie heute kaum getragen. Hochgekämmte (toupierte) Haare, in Form gehalten von reichlich Pomade oder aber auch anderen Hilfsmitteln, wie Zuckerwasser oder Butter, waren der Jugend vorbehalten. Elvis Presley machte die Tolle populär, deren Halt ebenfalls nur durch den massenhaften Einsatz von Pomade gewährleistet werden konnte. Haarspray war bei den Männern verpönt. Bombage-Frisuren oder der Entenschwanz waren ein wahrer Hingucker. Auch den Bürstenschnitt, der in Deutschland umgangssprachlich auch Mecki genannt wurde,  kam in den 50ern erstmals auf.

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