Das kleine Schwarze - einer der wenigen Begriffe aus der Modewelt, mit denen sogar das männliche Geschlecht etwas anzufangen weiß und ein zeitloser Klassiker, der sich in den 50ern etablierte. Zwar verbirgt sich hinter der Bezeichnung “kleines Schwarzes” keine bestimmte, per Definition festgelegte Kleiderform, doch im Großen und Ganzen handelt es sich meist um ein elegantes, aber keinesfalls aufdringlich wirkendes Kleid mit oder ohne kurze Ärmel, welches nicht die Knie überdecken darf, beinahe zu jedem Anlass getragen werden kann und vor allem eines ist - schwarz.
Das “kleine Schwarze” ist somit nicht nur das Paradebeispiel eines Cocktailkleides, als das es getragen werden kann, sondern für viele der Innbegriff von schlichter Elleganz und Geschmack. Die Urheberschaft dieser Bezeichnung wird oftmals der französischen Modedesignerin Coco Chanel zugeschrieben, doch ist fraglich ob sie wirklich als “Mutter des kleinen Schwarzen” bezeichnet werden kann. Viele Modetrends der 50er wurden von Filmstars gesetzt, angestoßen oder zu mindest beeinflusst. Audrey Hepburn, die charmante Leinwanddiva mit der zarten Figur und dem kindlichen Gesicht, brannte sich im kleinen Schwarzen in das kollektive Gedächtnis ganzer Generationen. Zu festlichen Anlässen der fünfziger Jahre gehörte das kleine Schwarze fortan einfach dazu.